Schulstress vermeiden


Dein Kind klagt über zu wenig Zeit zum Spielen und zu viel (Haus-)aufgaben? Kann sich Dein Kind schlecht konzentrieren? Hat dein Kind gar öfters Kopf- oder Bauchweh?

Auch Kinder können stark unter Stress und dessen Folgen leiden.

Das wirkt sich negativ auf den Schulerfolg und die Gesundheit aus. Was Stress verursacht und wie Du ihn reduzieren kannst, zeige ich Dir hier.

Ursachen für Stress | Stresssymptome | Wie kannst Du Stress reduzieren |Tricks zur Stressvermeidung

Ruheinseln schaffen bei Schulstress - Grundschule Lernen

Ruheinseln schaffen bei Schulstress – aber wie? Foto: esthermm

Was verursacht Stress bei Deinem Kind?

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Stress.

  1. Positiver Stress
  2. Negativer Stress

Hat Dein Kind positiven Stress, dann bewirkt dieser eine hohe Motivation und eine gute Aufregung. Es bewegt Dein Kind, Dinge in Angriff zu nehmen. Positiver Stress ist meist in Zusammenhang mit einem spannenden Projekt oder einer bevorstehenden Klassenarbeit im Lieblingsfach zu spüren. Negativer Stress bewirkt das Gegenteil.

Dein Kind ist überfordert und fühlt sich auch so. Diese Art von Stress hemmt Dein Kind und es zieht sich zurück. Es ist frustriert und müde.

Stress kann durch Überforderung mit dem Lernstoff, oder aber sozialer oder organisatorischer Überforderung entstehen.

Es ist nicht unbedingt so, dass Dein Kind mit dem Schulstoff nicht zurechtkommt, und deswegen Stress bekommt. Ganz im Gegenteil. Am Schulanfang ist der Druck meist nicht so hoch, da es noch keine Zensuren gibt und das Kind sich deswegen nicht vergleichbar macht. Oft sind Kinder eher überfordert mit den Abläufen in der Schule, alles alleine bewältigen zu müssen. Neue Freunde. Viel Sitzen. Mehr Regeln als im Kindergarten.

Beim Schulstoff gilt es genau hinzuschauen und gemeinsam mit dem Lehrer abzustimmen. Wo tut sich Dein Kind schwer? Sind es bestimmte Fächer? Sind es bestimmte Techniken wie z.B. die Gruppenarbeit?

Welche Symptome zeigt Dein Kind?

Dein Kind kann folgende Symptome zeigen, wenn es sich gestresst fühlt:

Körperlich:

  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen/Verspannungen
  • öfters erkältet durch ein schwaches Immunsystem

Mental:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Angst
  • Unlust (verweigert sich/zieht sich zurück)


Die körperlichen Symptome sind darauf zurückzuführen, dass (über längere Zeit) vermehrt Adrenalin produziert wird. Adrenalin ist aber ursprünglich nur dafür da, uns bei der Flucht (in der Steinzeit vor bösen Tieren) mehr Kraft und Schnelligkeit zu geben. Vermehrt ausgeschüttet, greift es unseren Körper an.

Wie kannst Du Stress bei Deinem Kind reduzieren?

1. Zuhören

Um Stress zu vermeiden oder zu reduzieren ist es von Vorteil, wenn Du weißt, was den Stress verursacht. Es ist oft schwer, mit gezielten Fragen herauszufinden, was bei deinem Kind los ist. Deswegen ist es besser, beim “erzählen lassen” (offene Fragen stellen) die Probleme herauszufiltern.

2. Feste Routinen

Routinen sind elementar zur Vermeidung von unnötigem Stress. Nur wenn der Tagesablauf im Alltag einfach und ohne größere Konflikte abläuft, können die Herausforderungen gut angenommen werden. Ein schlecht organisiertes Familienleben kostet wahnsinnig viel Kraft und Energie, die viel besser für positive Erlebnisse und die Schule reserviert wird. Schlechte Organisation bedeutet auch meistens viel Reiberei, weil viele Abstimmungen notwendig sind. Konflikte sind für Kinder aber immer schwerer zu stemmen als für die meisten Erwachsenen.

3. Genügend Freizeit und Bewegung einplanen

Beim Planen des Wochenablaufs ist es wichtig, genügend freie Zeit einzuplanen. Lieber auf eine geplante Aktivität verzichten und dafür freie Spielzeit gewähren. Freie Spielzeit muss aber auch wirklich frei sein. Also ungestört und wenn möglich auch ohne vorgegebenen Spielideen. Langweile darf übrigens auch mal sein. Diese regt zur Kreativität an. Und NEIN! kein TV statt Langweile. Du solltest Deinem Kind die Möglichkeit für viel Bewegung geben. Im Sportverein, (Welche Sportart für mein Kind?) im Garten und auf dem Spielplatz. Natürlich zählt dazu auch das Gehen auf dem Schulweg. Dein Kind muss jeden Tag Zeit für Bewegung haben.

4. Ordnung bei Schulmaterialien und dem Arbeitsplatz

Es ist sehr kräftezerrend und „stressig“ für Dein Kind, ständig nach den Schulsachen zu suchen oder erstmal Platz auf dem Schreibtisch zu schaffen, bevor das Lernen losgeht. Unterstütze Dein Kind beim Ordnung schaffen und halten. (Mehr dazu „Gestalte eine positive Lernumgebung“)

5. Schlaf


Ja, Schlaf ist tatsächlich so wichtig (fürs Lernen) wie es überall gesagt wird. Beim Schlafen verarbeitet Dein Kind den Alltag und eben auch den Schulstoff. Zuwenig Schlaf erhöht den Stresslevel enorm. Dein Kind fühlt sich müde und dadurch wird alles umso mehr zur Last. Optimal für ein Grundschulkind sind laut WHO ca. 11 Stunden Schlaf/Nacht. Wenn Dein Kind also um 7 Uhr aus den Federn muss, dann sollte es um 20 Uhr schlafen.

Praxis Tricks gegen Schulstress

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